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RatgeberGesundheit & Vitalität
Von Redaktion Der MarkencheckLesedauer: 8 Min.Veröffentlicht:

Natürliche Energiespender: Wie Männer ab 40 Müdigkeit im Alltag bekämpfen

Mann im Büro mit Müdigkeit nach dem Mittagessen – Leistungstief ab 40

Der Vormittag läuft noch gut, doch nach dem Mittagessen fehlt vielen Männern ab 40 die Energie. Was wirklich hinter chronischer Müdigkeit steckt und wie Ernährung, Schlaf und Bewegung helfen.

Natürliche Energiespender: Wie Männer ab 40 Müdigkeit im Alltag bekämpfen

Der Wecker klingelt früh, der erste Kaffee funktioniert noch, der Vormittag läuft erstaunlich gut. Nach dem Mittagessen ändert sich das Bild. Die Konzentration lässt nach, der Kopf fühlt sich schwer an und am späten Nachmittag fehlt plötzlich die Energie für Sport, Familie oder selbst einen längeren Spaziergang.

Viele Männer jenseits der 40 kennen solche Tage.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Körper aufgrund des Alters plötzlich weniger leistungsfähig geworden ist. Müdigkeit ist zunächst ein normales biologisches Signal. Problematisch wird sie, wenn sie regelmäßig auftritt, ungewöhnlich stark wird oder sich trotz ausreichender Erholung nicht bessert.

Gerade bei Berufstätigen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen häufig mehrere Belastungen gleichzeitig zusammen. Morgens geht es früh ins Büro oder zum Bahnhof, mittags gibt es etwas Schnelles aus der Kantine, zwischendurch mehrere Tassen Kaffee und abends wartet noch der Laptop. Dazu kommen berufliche Verantwortung, Familie und oftmals zu wenig Bewegung.

Der Körper merkt das.

Mit zunehmendem Alter können sich außerdem Körperzusammensetzung, Schlafqualität und Regenerationsfähigkeit verändern. Muskelmasse lässt sich schwieriger erhalten, wenn Bewegung und Krafttraining fehlen. Gleichzeitig wird ein regelmäßiger Schlafrhythmus wichtiger. Auch die Ernährung verdient mehr Aufmerksamkeit als mit 20, als eine kurze Nacht und ein belegtes Brötchen am nächsten Morgen scheinbar noch problemlos funktionierten.

Das Entscheidende ist deshalb nicht, nach einem einzelnen angeblichen Energiespender zu suchen.

Energie entsteht aus einem System.

Der menschliche Organismus benötigt Kohlenhydrate, Fette und Proteine als grundlegende Energieträger beziehungsweise Baustoffe. Vitamine und Mineralstoffe liefern selbst keine Kalorien, sind jedoch an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Wasser beeinflusst unter anderem Kreislauf und körperliche Leistungsfähigkeit. Schlaf wiederum entscheidet darüber, wie gut sich Gehirn und Körper regenerieren können.

Auch die berühmte Müdigkeit nach dem Mittagessen hat nicht immer einen Nährstoffmangel als Ursache. Der menschliche Wachheitsrhythmus besitzt natürliche Schwankungen. Eine sehr große Mahlzeit, wenig Bewegung, eine schlechte Nacht und stundenlanges Sitzen können dieses Nachmittagstief zusätzlich verstärken.

Ein weiterer Fehler besteht darin, jede Erschöpfung sofort dem Alter zuzuschreiben.

Anhaltende Müdigkeit kann zahlreiche Ursachen haben, darunter Schlafmangel, Stress, eine unausgewogene Ernährung, bestimmte Medikamente oder gesundheitliche Probleme. Wer über Wochen ungewöhnlich erschöpft ist, sollte deshalb nicht einfach immer mehr Kaffee trinken oder wahllos Nahrungsergänzungsmittel ausprobieren. Eine ärztliche Abklärung kann sinnvoll sein.

Warum Essen tatsächlich einen Unterschied macht

Ein gutes Frühstück oder Mittagessen muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist vielmehr die Zusammensetzung.

Haferflocken mit Naturjoghurt, Beeren und Nüssen liefern beispielsweise Kohlenhydrate, Protein, Ballaststoffe und verschiedene Mikronährstoffe. Vollkornbrot mit Ei und Gemüse ist ebenfalls eine unkomplizierte Alternative.

Beim Mittagessen kann eine Kombination aus Kartoffeln oder Vollkornprodukten, Gemüse und einer Proteinquelle deutlich ausgewogener sein als eine Mahlzeit, die fast ausschließlich aus schnell verfügbaren Kohlenhydraten besteht.

Das klingt unspektakulär.

Genau das ist der Punkt.

Eine alltagstaugliche Ernährung muss nicht spektakulär sein. Sie muss regelmäßig funktionieren.

Die Rolle von Mikronährstoffen und Aminosäuren im Organismus

Gesunde Ernährung mit Frühstück und Kaffee – natürliche Energie im Alltag

Wer verstehen möchte, warum Ernährung die Leistungsfähigkeit beeinflussen kann, muss zwischen Energie und Energiestoffwechsel unterscheiden.

Kalorien stammen hauptsächlich aus Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. Ein Mineralstoff wie Zink liefert dagegen keine Energie. Trotzdem benötigt der Organismus zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, damit normale Stoffwechselprozesse funktionieren können.

Hier wird es interessant.

Aminosäuren sind weit mehr als Fitnessstudio-Nährstoffe

Proteine werden bei der Verdauung in kleinere Bestandteile zerlegt, darunter Aminosäuren. Diese benötigt der Körper unter anderem für den Aufbau und Erhalt körpereigener Proteine.

Einige Aminosäuren müssen über die Ernährung aufgenommen werden. Andere kann der menschliche Organismus unter bestimmten Voraussetzungen selbst bilden.

L-Arginin ist eine solche Aminosäure und gleichzeitig ein Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid. Dieses Signalmolekül ist an der Regulation der Blutgefäße beteiligt.

L-Arginin kommt ganz natürlich in Lebensmitteln vor. Gute Proteinquellen wie Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen tragen zur Versorgung mit verschiedenen Aminosäuren bei.

L-Citrullin besitzt einen interessanten Stoffwechselweg. Der Körper kann Citrullin unter anderem in Arginin umwandeln. Bekannt ist Citrullin vielen Menschen aus dem Sportbereich, es ist aber keineswegs ein künstlicher Fitnessstoff.

Auch Lebensmittel enthalten Citrullin. Besonders Wassermelonen sind dafür bekannt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Mann nach einer Portion Wassermelone plötzlich erheblich leistungsfähiger wird. Ernährungsphysiologie funktioniert selten nach einem solchen Ein Stoff, eine Wirkung Prinzip.

Entscheidend ist das Gesamtbild.

Zink und der normale Stoffwechsel

Zink gehört zu den essenziellen Spurenelementen. Der Körper benötigt es für zahlreiche Prozesse, unter anderem für eine normale Funktion des Immunsystems, den normalen Kohlenhydratstoffwechsel und die normale Proteinsynthese.

Für Männer ist noch ein weiterer Aspekt interessant. Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei.

Das sollte präzise verstanden werden.

Die Aussage bedeutet nicht, dass eine hohe Zinkzufuhr den Testosteronspiegel eines bereits ausreichend versorgten Mannes beliebig erhöht. Mehr ist nicht automatisch besser.

Zink findet sich beispielsweise in Fleisch, Käse, Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen und verschiedenen Samen. Bei einer abwechslungsreichen Ernährung können solche Lebensmittel regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Wer Nahrungsergänzungsmittel verwendet, sollte dagegen berücksichtigen, dass verschiedene Präparate denselben Mineralstoff enthalten können. Mehrere Produkte parallel einzunehmen, ohne die Gesamtmenge zu beachten, ist keine besonders gute Strategie.

B-Vitamine und Energie sind nicht dasselbe

Auf Verpackungen wird häufig mit Begriffen wie Energie und Vitalität gearbeitet. Biologisch sollte man genauer hinsehen.

Bestimmte B-Vitamine tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Dazu gehören beispielsweise Niacin, Riboflavin, Thiamin sowie die Vitamine B6 und B12.

Sie sind deshalb wichtig.

Sie funktionieren aber nicht wie Benzin, das man zusätzlich in einen Tank schüttet.

Ein Vitamin liefert keine zusätzliche Kalorienmenge. Vielmehr ist es an biochemischen Prozessen beteiligt, durch die der Organismus die vorhandenen Nährstoffe nutzen kann.

Gute Lebensmittelquellen unterscheiden sich je nach Vitamin. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Nüsse und Gemüse können gemeinsam ein breites Spektrum abdecken.

Gerade deshalb ist Vielfalt sinnvoller als die Suche nach einem vermeintlichen Superfood.

Protein wird mit zunehmendem Alter interessanter

Ab dem mittleren Lebensalter verdient auch der Erhalt der Muskelmasse mehr Aufmerksamkeit.

Muskulatur ist kein reines ästhetisches Thema. Sie beeinflusst körperliche Belastbarkeit, Beweglichkeit und langfristig die Selbstständigkeit.

Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt und erst abends merkt, dass er kaum mehr als ein paar tausend Schritte zurückgelegt hat, fordert seine Muskulatur schlicht wenig.

Eine ausreichende Proteinversorgung kombiniert mit regelmäßiger körperlicher Aktivität ist deshalb sinnvoll.

Dabei muss nicht jede Mahlzeit aus Hähnchenbrust bestehen.

Naturjoghurt, Quark, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu, Käse und verschiedene Fleischsorten können je nach Ernährungsweise Protein liefern. Entscheidend ist wieder die Ernährung insgesamt.

Vorher und Nachher – von chronischer Müdigkeit zu mehr Energie im Alltag

Praktische Alltagsstrategien gegen das Leistungstief

Mann beim Joggen im Freien – Bewegung als natürlicher Energiespender ab 40

Schlaf nicht nur verlängern, sondern regelmäßiger machen

Sieben Stunden Schlaf zu bekommen und trotzdem jeden Tag zu völlig unterschiedlichen Zeiten ins Bett zu gehen, ist nicht unbedingt optimal.

Für viele Berufstätige funktioniert ein relativ stabiler Rhythmus besser. Wer werktags früh aufstehen muss, sollte versuchen, die Schlafenszeit entsprechend anzupassen, statt unter der Woche permanent Schlafdefizite aufzubauen und am Wochenende bis mittags nachzuschlafen.

Auch der späte Kaffee verdient Aufmerksamkeit.

Koffein kann über mehrere Stunden wirken. Der Espresso nach dem Abendessen im italienischen Restaurant mag hervorragend schmecken, für empfindliche Menschen kann er aber später zum Problem werden.

Ähnliches gilt für Bildschirmzeit. Wer um Mitternacht noch berufliche E-Mails beantwortet und unmittelbar danach schlafen möchte, gibt seinem Kopf kaum Gelegenheit herunterzufahren.

Eine einfache Abendroutine hilft.

Licht reduzieren, Arbeit beenden, Schlafzimmer kühl halten und möglichst ähnliche Schlafzeiten einhalten. Nicht spektakulär. Aber praktikabel.

Flüssigkeit über den Arbeitstag verteilen

Viele Menschen trinken morgens Kaffee, fahren ins Büro und stellen am Nachmittag fest, dass das Wasserglas seit Stunden unangetastet auf dem Schreibtisch steht.

Durst ist dabei nicht immer ein perfektes Frühwarnsystem.

Wie viel Flüssigkeit ein Mensch benötigt, hängt unter anderem von Körpergröße, Ernährung, Aktivität, Temperatur und individuellen Faktoren ab. Ein Bauleiter im Hochsommer benötigt offensichtlich eine andere Menge als jemand, der den ganzen Tag in einem klimatisierten Büro in Zürich sitzt.

Praktischer als starre Trinkregeln ist häufig eine sichtbare Routine.

Ein Glas zum Frühstück. Wasser am Arbeitsplatz. Etwas trinken zum Mittagessen. Nachfüllen am Nachmittag. Bei Sport und Hitze entsprechend mehr.

Das spart Denken.

Alkohol sollte dabei nicht als Flüssigkeitsquelle betrachtet werden. Gerade das Feierabendbier kann zusätzlich die Schlafqualität beeinflussen, selbst wenn Alkohol zunächst müde macht.

Mahlzeiten so planen, dass der Nachmittag nicht verloren geht

Der klassische Arbeitstag bietet einige Ernährungsfallen.

Morgens nur Kaffee. Um zehn ein süßes Gebäck. Mittags eine sehr große Mahlzeit. Um 15 Uhr kommt das Tief und anschließend der nächste Kaffee.

Das lässt sich besser organisieren.

Eine Hauptmahlzeit mit Protein, ballaststoffreichen Kohlenhydraten, Gemüse und einer vernünftigen Menge Fett sättigt häufig besser als eine Mahlzeit, die überwiegend aus stark verarbeiteten Kohlenhydraten besteht.

Ein Beispiel wäre Lachs mit Kartoffeln und Gemüse. Ebenso funktionieren Linsen mit Vollkornreis, ein großer Salat mit Ei und Vollkornbrot oder eine Gemüsepfanne mit Tofu.

Für unterwegs können Naturjoghurt, Obst, Nüsse oder ein belegtes Vollkornbrot praktischer sein als der spontane Griff zum Schokoriegel am Bahnhof.

Perfektion braucht niemand.

Regelmäßigkeit schon.

Und noch etwas hilft erstaunlich zuverlässig: Bewegung nach dem Essen. Bereits ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause unterbricht stundenlanges Sitzen und bringt Tageslicht in einen ansonsten künstlich beleuchteten Bürotag.

Wer mit 40, 50 oder 60 dauerhaft leistungsfähig bleiben möchte, braucht deshalb keine exotische Geheimformel. Schlaf, Bewegung, Flüssigkeitsversorgung, ausreichend Protein und eine abwechslungsreiche Versorgung mit Mikronährstoffen bilden die wesentlich solidere Grundlage.

Kapseln ersetzen das nicht. Wer trotzdem eine Formel mit Aminosäuren, Pflanzenextrakten und Zink prüfen will, sollte zuerst die Deklaration lesen. Dazu gehören unser ForceVital Testbericht, der Inhaltsstoffe-Check und Hinweise zur Einnahme.

Wenn die Müdigkeit trotzdem bleibt, ungewöhnlich stark wird oder weitere Beschwerden auftreten, gehört das Problem nicht in die Schublade „Ich werde eben älter“.

Dann gehört es abgeklärt.

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